16. August 2012
Am Morgen, als ich zum Schwimmen gehe, ist es noch trocken, aber der Himmel ist bewölkt - und es ist relativ warm. Auch der Wind ist abgeflaut. Doch schon um acht regnet es - und der Niederschlag wird immer schlimmer. Bis Mittag steht das Wasser an manchen Stellen im Kirchenzelt, der Vorplatz ist eine riesige Seenplatte und beim Zubereiten des Mittagessens läuft das Wasser auch ins Küchenzelt - wie es sich gehört durch den Eingang. Während ich koche, lassen Maike und Johanna im Zelt Schiffchen schwimmen und machen mit den Stiefeln Wellen in dem zeitweise mittelfingertiefen Wasser auf dem Boden. Nach dem Essen lässt der Regen nach, eine Stunden später kommt die Sonne raus und um vier ist unser Zelt wieder trocken. Wir bauen ab, beladen das Auto soweit es geht und ziehen mit unseren Schlafsäcken um in das bisher von den Mädchen bewohnte Zelt (die verbringen die letzte Nacht wie schon die Nächte des starken Windes bei ihrer Mutter im Wohnwagen).
Am Nachmittag, während unser Zelt vor sich hin trocknet, fahren wir zusammen nach Hvide Sande, sehen uns Kleider in den Geschäften an und essen Eis.
Heute bin ich bei der letzten Gute-Nacht-Geschichte gleich zwei Mal im Einsatz. Denn beim Wunschfingerspiel landet mein kleiner Elch auf dem ersten Platz. Außerdem habe ich heute die Rolle des Erzählers mit "Katz und Maus". Ein wirklich schönes Buch mit einer netten Geschichte, die aber völlig weltfremd ist. Dennoch, sie kommt an.
Karlotta und Jonathan haben uns einen Kuchen gebacken und manche Kinder wollen gar nicht gehen als alles vorbei ist. Wir haben es also offensichtlich nicht zu schlecht gemacht.
Der Abendsegen, den ich vorbereitet habe, findet heute immerhin neun Gäste, sechs Erwachsene (darunter Karen und Klaus, unsere Ablösung) und drei Kinder. Mein Psalm 121 dient zur Besinnung und damit kommt alles an Elektronik zum Einsatz, was mir zur Verfügung steht: Laptop, Beamer, iPad und CD-Spieler als Verstärker. Klaus sieht sich das beim Aufbau etwas kritisch an, sagt aber nichts.

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